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TAG 4 - MEIN COACHING


Da heute noch einige Termine anstehen, bin ich früh raus um mein Kleingewerbe schnell anzumelden. Gemacht getan. Das ist schon mal erledigt. Eine Steuernummer habe ich allerdings immer noch nicht. Ich muss neue Unterlagen ausfüllen und diese noch beim Finanzamt einreichen. Ich wollte doch endlich mit meiner Nischenanalyse loslegen. Um die Software downzuloaden benötige ich diese Nummer. Habe doch schon so viele Ideen im Kopf, schade. Okay, fülle die Unterlagen am Wochenende aus. Heute ist Freitag, da passiert sowieso nichts mehr beim Finanzamt.

 

Einmal pro Woche telefoniere ich mit meinem Buddy Dana. Sie habe ich auf der Veranstaltung im September kennengelernt. Wir mussten damals jemand anderen aus einer Gruppe auswählen, mit dem wir uns einmal pro Woche austauschen und uns gegenseitig motivieren können, voneinader lernen und profitieren können. Wir hatten schon während der Veranstaltung an eine sehr gute Basis. Machen immer schon während unseres Telefonates direkt einen neuen Termin aus. Inzwischen passiert bei uns Beiden so viel innerhalb nur einer Woche, so dass wir schon beinahe gar nicht mehr mit einer Stunde auskommen. Ihr habe ich von meinem Tagebuch erzählt. Sie war anhand meiner Erzählungen richtig begeistert. "Mach doch einen Blog daraus" schlug Sie mir vor. Ich könnte meinen Weg mit vielen anderen teilen. Mein Bruder hatte gestern witziger Weise die gleiche Idee vorgebracht. Ist das wieder ein Zeichen auf das ich hören sollte? Ich wollte doch ein Buch schreiben, dass ich dann nach den 365 Tagen veröffentlich wird. Der Gedanke ist im Kopf erstmal abgespeichert.

 

Nachmittags hatte ich meinen ersten richtigen Coaching-Videocall mit meinem Mentor Danilo. Ich habe mich dazu entschlossen mit einem Mentor zu arbeiten. Er soll mir helfen, meine Passion zu finden. Mir bei meinen neuen Wegen zu helfen, die richtigen Entscheidungen am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zu treffen. Ein Podcast von D.R. sagt "Das Richtige auf die richtige Art und Weise tun". Er ist einen ähnlichen Weg vor etwa einem Jahr gegangen und hatte ebenfalls einen Burnout. Das fand ich sehr beeindruckend. Also weiss er ja wie es funktioniert und ich kann am Besten von denen lernen, die den Weg in ein außergewöhnliches Leben bereits gegangen sind. Ich sehe diese Wege noch nicht bei mir, also nehme ich mir Jemanden an die Seite, der den Weg schon gegangen ist und mir die Wege zeigen kann beziehungsweise wir sie gemeinsam erarbeiten können.

Wir haben uns darauf vorbereitet, wie mein erstes Gespräch in der Firma ablaufen könnte. Was passieren kann? Wie gehe ich weiter vor, will ich diesen Schritt wirklich? Stehe ich zu 100% dahinter? Bei dem Thema wurde mir doch etwas flau im Magen, habe eiskalte Hände bekommen. Adrenalin zeigt. Ich werde nervös, ein bisschen ängstlich. Dennoch steht mein Entschluss.

Die Firma ist mir nicht egal. Auch mein zukünftiger leerer Platz ist mir nicht egal. Darüber mache ich mir durchaus auch Gedanken. Immerhin bin ich bereits seit knapp 18 Jahren in diesem Unternehmen und habe sehr viele Möglichkeiten erhalten mich weiter zu entwickeln, immer weiter zu wachsen. Sie haben mir das Vertrauen und eine seh grosse Wertschätzung gegeben. Einen tollen Chef, den ich definitiv mit meiner Entscheidung treffen werde. Dies tut mir wirklich leid. Aber auch er hat zu Zeiten meines ersten Burnouts zu mir gesagt "Jeder ist ersetzbar. Sie müssen an sich denken". Ich bin die wichtigste Person in meinem Leben und ich bin zu 100% für mich selbst verantwortlich. Sonst niemand. Niemand kann etwas für meine Situation. Nur ich ganz alleine kann etwas ändern. Was ist mit meinen Mitarbeitern. Das geht nicht spurlos an einem vorbei. Es ist gut, einen Mentor wie Danilo an meiner Seite zu haben. Ihn darf ich anrufen, wenn ich Fragen habe, wenn etwas Unvorgesehenes passiert, ich dringend Rat von einem Aussenstehenden benötige. Es beruhigt ungemein.

Ich habe ihm auch von meinem Buch erzählt. Danilo war begeistert, wie weit ich schon bin. Hatte sogar direkt Gedanken über weitere Wege, die da sein könnten. Damit hat er nicht gerechnet, weil er das Coaching ganz anders anfing. Ich allerdings auch nicht. Ich bin selbst erstaunt.

Auch er hatte sofort die Idee mit dem Blog. Die dritte Person, die mir innerhalb von zwei Tagen einen Blog vorschlägt! Dann soll es wohl auch so sein. Noch deutlicher kann ich es doch wirklich nicht gesagt bekommen. Warum auch nicht? Klar, ich setze mich extrem unter Druck, dass ich dann jeden Tag etwas schreiben muss. Ich habe keine Ahnung wie ein Blog funktioniert. Ich kenne auch niemanden, der bereits einen Blog hat. Doch, die Katrin hatte ich meine ich mal davon erzählt. Sie könnte ich Montag mal fragen. Aber so lange will ich dann doch nicht warten. Was soll schieflaufen? Ich kann es jederzeit wieder abbrechen, die Seite löschen. Um Veränderungen vorzunehmen, muss ich aus meiner Komfortzone raus, dessen bin mir inzwischen bewusst. Das ist schon ein riesen Schritt. Schließlich geht es hierbei um mich, um meine ganz persönliche Geschichte. Ich habe Respekt davor, mich so gross in der Öffentlichkeit zu zeigen. Hilft nichts. Da muss und will ich jetzt durch. Überwinde Deine Angst und mache es einfach! Erst handeln, dann urteilen.

 

Gesagt getan. Ich starte mit der Internet-Recherche. Das geht schneller als ich dachte. Eine passende Seite für mich und meinen BLOG gefunden. Direkt angemeldet, Rechnung bezahlt, ein bisschen ausprobiert um das Programm kennenzulernen und direkt mit diesem Blog losgelegt. Ist eigentlich ganz einfach.


Um mich ein bisschen auf andere Gedanken zu bringen, habe ich mit Maurice, einem sehr guten Freund von mir, eine Runde Tennis gespielt. Wir haben das letzte Mal im Mai gespielt. Ich nehme seit etwa April einmal wöchentlich Tennistraining und bin parallel von der Ü40 in die Ü30 Mannschaft aufgenommen worden, um eher die Möglichkeit zu bekommen, endlich Spiele zu machen. Maurice war erstaunt, wie gut ich inzwischen spiele. Gewonnen habe ich natürlich nicht. Aber das steht auch nicht im Vordergrund. Mein Ziel ist es, dieses Jahr mein erstes Turnier zu spielen.


An diesem Beispiel sehe ich gerade wieder wunderbar, dass ich es gar nicht nötig habe, mich klein zu machen. Ich kann so einiges, nur dessen war ich nie bewusst beziehungsweise ich habe es mir nie ins Bewusstsein geholt. Erst durch dieses Schreiben des Blogs wird mir vieles erstmalig klar. Ich bekomme Angst. Wir sind doch gerade mal bei Tag 4 .


DER EINE SIEHT NUR BÄUME, PROBLEME DICHT AN DICHT. DER ANDERE ZWISCHENRÄUME UND DAS LICHT.

RICHTE DEINEN FOKUS STETS AUF DIE LÖSUNG, NICHT AUF DAS PROBLEM. WENN DU NUR RICHTIG SCHAUST, WIRST DU ÜBERALL EINE LICHTQUELLE FINDEN.