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TAG 20 - EIN ERSTES ÖFFNEN

Juchuuuu ich bin erst um halb neun wach geworden :-) Wieso ich mich darüber so sehr freue? Sonst ist meine Zeit immer gegen sechs Uhr, egal ob Wochenende ist oder nicht, ob ich vorher abends raus war oder nicht. Und ich habe mich nach langer Zeit wieder fit gefühlt, als ich aufgewacht bin. Soooo bekommt man ein Grinsen in mein Gesicht. Ist doch "eigentlich" ganz einfach ;-)

 

Frühstück fällt heute bei mir aus, ich sammel meinen Papa ein und wir fahren gemeinsam ins ca. 70 km entfernte Bad Sassendorf zur Reha. Meine Mutter hatte eine Knie OP und ist hier für einige Woche untergebracht. Das heißt, es gibt schon um zwölf Uhr Mittagessen. Papa und ich nutzen das tolle Wetter und machen vorher und nachher Spaziergänge im Park. Die frische Luft und die Sonne tun gut. Ich habe seit langem mit Papa die Gelegenheit alleine zu reden. Bin ich bei ihnen zu Besuch, verkrümelt er sich immer und lässt mich mit Mutti alleine.

 

Ich wundere mich, dass ich auf dem Zimmer beiden ein wenig von der Situation im Job erzähle. Ich erzähle von den beiden Gesprächen, reiße es aber nur oberflächlich an, sie wissen nicht den Hauptgrund. Ich will nicht, dass sie sich Sorgen machen. Auf der Rückfahrt habe ich ein tolles Gespräch mit Papa, das ich seit Jahren in dieser Form nicht mehr hatte. Wir haben richtig offen über meine Situation gesprochen, ich habe ihn nach Rat gefragt, er hat von früher erzählt, er hat Verständnis gezeigt. Es macht mich ein wenig stutzig, denn diese Reaktion hätte ich nicht von ihm erwartet. Normal heißt es immer "stell Dich nicht so an". Jetzt kann zumindest mit dem Versteckspiel ihnen gegenüber aufhören. Ich muss nicht mehr heile Welt vorspielen, denn das ist auf die Dauer echt anstrengend.

 

Der Fragebogen steht an. Es sind 25 Seiten mit insgesamt 23 Fragen und Unterfragen, die echt ins Eingemachte gehen. Gut das ich nachmittags schon damit anfange. Ich war tatsächlich erst spät abends damit fertig. Die Fragen waren nicht leicht zu beantworten und gingen in meiner derzeitigen Situation auch ab und an auf die Tränendrüse. Ein blödes Gefühl. Aber genau daran muss ich arbeiten. Ich habe Ziele und die will ich erreichen! Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, ich kann jetzt meine neue Richtung einlenken und nach vorne schauen. Der Tagesspruch von Damian sagt es ja, TUE WAS RICHTIG IST, NICHT WAS LEICHT IST. Ich bin stolz darauf, dass ich mit Papa so offen geredet habe und den Fragebogen gewissenhaft und innerhalb der Frist ausgefüllt habe. Und ich bin stolz darauf, dass ich hier im Blog auch die schlechten Momente teile. Dass es hoch und tief geht, war mir klar. Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass es so extrem wird. Wir haben doch gerade mal den Tag 20 vom ganzen Jahr. Ich freue mich schon jetzt auf die vielen Hochs :-)


TUE WAS RICHTIG IST, NICHT WAS LEICHT IST.

TUE WAS RICHTIG IST UND WORAUF DU MORGEN STOLZ SEIN KANNST.

 

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