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TAG 26 - KATERTAG

Obwohl ich einen Kater habe, fühle mich gerade richtig wohl. Ich wache neben einer tollen Frau auf, eine tolle Freundin, die mich immer wieder zum Lachen bringt, darf mit ihr in einem Bett schlafen und kann mich morgens einfach bei ihr ankuscheln und wieder einschlafen. Ja so machen das manche Frauen unter sich. Einfach zeigen, dass man sich gern hat und es einem gut tut, dass es den anderen in seinem Leben gibt. Da fällt einem wieder auf, was man einem ohne Partner fehlt. Die Geborgenheit und Einfachheit genießen zu können. Ich verabschiede mich noch kurz bei ihr, lasse sie weiterschlafen und fahre nach Hause. 

Der heutige Tag wird ein absoluter Couchtag. Schädelweh auskurrieren. Deshalb trinke ich so selten Alkohol. Aber diesmal fühlte es richtig und gut an und es tat gut. Wir haben uns ja nicht betrunken, sondern waren nur dezent angeheitert. Ich schlafe viel. Ab abends geht es dann endlich besser. Ich schreibe meinen Blog und schaue La Boom Teil I und II - der Kultfilm meiner Jugendzeit. 

 

Zwischendurch kommt eine Nachricht von meinem Mieter. Er hatte mir ja diese Woche ein weiteres Schreiben zukommen lassen. Hierzu will ich nun den Rechtsanwalt über Maurice einschalten. Komisch, dass er diesmal das Schreiben selbst geschrieben hat und nicht wieder sein Mietverein. Er will sich tatsächlich mit mir zusammensetzen, um die Sache vernünftig zu besprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden. Ich wäre doch sicher auch nicht glücklich über die momentane Situation. Aber hierzu mache ich mir am Wochenende keine Gedanken. Ich muss auch sagen, dass ich das Schreiben richtig gut aus meinem Kopf verdrängt habe. Keine negativen Gedanken zugelassen habe. Ihm keinen Raum dafür gegeben habe. Mir wird schon eine Lösung hierzu einfallen. Aber nicht jetzt.

Genauso wie ich den Gedanken über meinen weiteren Weg zur Seite geschoben habe. Zumindest etwas. Vielleicht weil ich endlich wieder den positiven Momenten mehr Raum gebe. Das nächste Gespräch wird nächste Woche sein. Ich für mich habe entschieden, dass eine Auszeit für mich am Sinnvollsten ist, um überhaupt wieder richtig Boden unter den Füssen zu bekommen und meine Wege wieder klar sehen kann. Ich informiere mich parallel bereits über eventuelle Kliniken und Maurice fragt ein befreundetes Pärchen für mich, was die für eine Empfehlung haben. Sobald ich was weiss, werde ich zum Arzt gehen und mit ihm darüber sprechen. Parallel schauen wir nach einen möglichen Nachfolger für meine Position Ausschau. Also mein Chef und ich. Sonst weiß es ja noch niemand. Ich kann mich sehr gut damit anfreunden, dass ich dann erstmal halbtags arbeiten werde, sonst wäre ich wieder ganz schnell wieder in diesem Sog. Ich kenne mich, dafür bin ich normal zu ehrgeizig. Auch hier wird es einen Weg für ich geben. Ich habe sogar schon eine Idee im Kopf, wie eine Stelle für mich aussehen könnte, wo ich die Firma unterstützen kann und sogar Geld sparen könnte. Diesen Gedanken muss ich ihm unter vier Augen in Kürze mal vorschlagen. Mal sehen was er sagt und wie er es findet.


MAN MUSS ZWAR KEIN NEUES LEBEN BEGINNEN, ABER JEDEN MORGEN EINEN NEUEN TAG.

AUGEN AUF UND ZIEH DIR EIN LÄCHELN AN.

 

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