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TAG 31 - HILF DIR SELBST

Nimm Dein Leben selbst in die Hand, sonst wird das nichts. So ist es tatsächlich. Die Schritte sind eingeleitet, aber von alleine fällt es einem nicht vor die Füsse. Man muss es selbst tun, sich selbst kümmern und selbst die Entscheidungen treffen. Die Entscheidungen zu treffen war mich das Schwierigste. Oder eher diese Erkenntnis offen zu kommunizieren. Das merke ich heute wieder. Ich bin einen riesen Schritt gegangen, der mir nicht leicht gefallen ist, dennoch weiss ich, dass es für mich der richtige Weg ist. Ich muss aus meinem Job raus, sonst werde ich nicht gesund.

 

Ich habe heute versucht mich zu informieren, was ich bei einem akuten Burnout für Wege gehen kann. Klar weiss ich für mich, dass es eine Tagesklinik wird und das ich Hilfe benötige. Ab und zu Hilfe reicht auch nicht. Aber woher bekomme ich diese Informationen, welche Klinik ist die Richtige, gibt es Empfehlungen? Ich komme im Internet nicht wirklich weiter. Hier stehen überwiegend Informationen zum Krankheitsbild drin, Tests um herauszufinden ob man ein Burnout hat. Das brauche ich nicht mehr, das weiss ich inzwischen. Ich bin ja schon einen bedeutenden Schritt weiter. Zu den weiteren Vorgehensweisen finde ich nicht wirklich viel. Selbst bei den Tageskliniken finde ich mich nicht wirklich zurecht und fühle mich nicht aufgehoben. Wer kann mir hierzu eine Empfehlung geben? Mein Arzt bestimmt. Ich mache mich auf zum meinem Doc. Er wollte mich direkt wieder krank schreiben, weil ich wohl echt momentan mies aussehe. Nein, ich gehe weiter arbeiten, trete allerdings kürzer und suche eine Lösung für mich.

 

Schade, mein Arzt hat leider keine spontane Empfehlung für mich. Wir googlen gemeinsam und finden eine Klinik ganz in der Nähe. Dort soll ich einfach mal hin und mich persönlich informieren. Er rät mir alternativ noch zu einer Reha, wo ich abends nicht noch den Haushalt und Essen machen muss. Ich nehme den Gedanken erstmal mit.

So ganz zufrieden bin ich jetzt nicht. Das ist aber das was ich meine, hilf Dir selbst, sonst geht es nicht so vorwärts wie man es sich selbst erwünscht. Niemand kann in meinen Kopf sehen. Und niemand weiss, wie es mir tatsächlich geht. Das Positive ist, dass ich nun drei Kliniken auf dem Schirm habe, die ich nun besuchen werde. Sobald ich eine Tagesklinik für mich gefunden habe, schreibt mir mein Arzt eine Überweisung. Er macht mir allerdings keine Hoffnung, dass es schnell gehen wird.

 

Abends telefoniere ich noch mit meinem Chef. Das hatten wir uns auf dem Flur zugerufen. Natürlich fragt er mich wie es mir geht. Bei ihm weiss ich, dass es zu 100% eine ernst gemeinte Frage ist. Das strahlt er auch aus. Aber was soll ich darauf antworten? Ich frage ihn. Die "falsche" Antwort gebe ich seit Jahren... Macht doch irgendwie jeder. Wir tauschen uns über den neusten Stand aus. Wer Bescheid weiß, wie geht es weiter, was der Arztbesuch ergeben hat, dass ich nächste Woche Urlaub habe, wann wir uns sehen. Er bietet mir an, dass ich ihn jederzeit anschreiben und anrufen darf. Ein sehr wertvolles Angebot. Danke lieber Chef!


DIEJENIGEN, DIE VERRÜCKT GENUG SIND ZU DENKEN, SIE KÖNNTEN DIE WELT VERÄNDERN, TUN ES AUCH.

LASST UNS ALLE EIN WENIG MEHR VERRÜCKT SEIN!!

 

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