· 

TAG 46 - ERKENNTNISSE

Meine Kollegen brachten mich gestern auf die Idee... "mach doch morgen Home Office. Warum willst Du morgen ins Büro kommen?" Ja, warum eigentlich nicht? Als "offiziellen" letzten Arbeitstag haben wir den 28. Februar vereinbart. Das letzte Mal arbeiten gehe ich am 20. Februar, bis dahin mache ich noch eine saubere Übergabe. Gestern also abends spontan beschlossen, ich mache Home Office. Die E-Mail schnell an die Chefin geschrieben und gut ist. Ja denkste. Bis neun Uhr haben wir Gleitzeit. Halb zehn klingelt das Telefon schon zum zweiten Mal. Ich hatte es auf leise gestellt, deshalb habe ich es erst nicht gehört. Meine Chefin. Ich rufe zurück. "Wir vermissen Dich hier im Büro, wo bleibst Du?", "Ich habe eine E-Mail geschrieben. Ich mache Home Office beziehungsweise baue Überstunden ab". "Das war nicht so abgestimmt"... bla, bla, bla. Sie hatte dann noch ein paar Anforderungen, sozusagen meine Hausaufgaben. Was von dem Teil, dass ich gekündigt habe, hat sie bitte nicht verstanden??? 

 

Es wurde mir bei diesem Gespräch noch mal so klar, dass ich alles richtig mache. Ich kann mich von dieser Frau nicht führen lassen, geschweige denn, dass ich generell geführt werden möchte. In diesem Fall geht es aber auch ganz klar darum, wie man einen Menschen führt. Sie ist eine liebenswerte Person, jedoch kann sie in meiner Wahrnehmung nicht auf Augenhöhe führen. Das ist so schade, weil die Mitarbeiter unter ihrer Führung leider nicht ihr Potential zur vollen Entfaltung bringen können. Es wird soviel kaputt gemacht, was nicht sein muss. Aber das ist leider oft in Führungspositionen. Entweder kommt der Neid auf oder macht versucht die Menschen bewusst unter Kontrolle und somit klein zu halten. Und dazwischen gibt es dann noch die ein oder anderen Nazisten als Kollegen. Auf Dauer ganz schön anstrengend und krank machend.

 

Ich bin unglaublich glücklich und froh, das es Marvin wieder besser geht. Er ist momentan auf einer Skifreizeit mit der Schule unterwegs. Zum Glück hatte er sich abends vorher noch bei seiner Mama Alina gemeldet und ihr von einer schmerzenden Stelle erzählt. Zum Glück wachte sie morgens ganz früh auf. Marvin hatte in der Nacht noch ein Foto geschickt. Eine krasse Blutvergiftung, die vom Unterarm im rassanten Tempo bis zum Oberarm ging. Instinktiv hat sie genau das Richtige getan. Sie hat über Umwege versucht ihren Sohn telefonisch zu erreichen, ihn wach zu machen. Sie hatte panische Angst, dass es schon zu spät sein konnte. Sie arbeitet in einer Arztpraxis, so dass sie genau weiss, was ohne Behandlung passieren kann. Kurz danach war er bereits mit Blaulicht auf dem Weg ins Krankenhaus. Aber alles gut. Er wurde mit Antibiotika versorgt und konnte den letzten Tag zumindest bei Sonnenschein auf der Skihütte genießen.

 

Meine Energie geht gegen späten Nachmittag, das erste Mal wieder etwas in den Keller. Ich merke, dass mich der Gedanke an meine Arbeit, das Umgehen mit meiner Vorgesetzten, nicht ohne Grund an meine Nerven gezerrt hat. Es ist einfach nur anstrengend, immer dagegen angehen zu müssen. Obwohl ich mir aus der heutigen Situation viele neue Erkenntnisse herausgezogen habe. Es gab aber noch zwei weitere Situationen, die letztendliche Auslöser waren. Wenn, dann prasselt ja gleich alles gleichzeitig ein. Wenn ich nur die eine Woche Revue passieren lasse, ist bei mir so viel passiert:

 

Extrem krasse Entscheidungen, die ich getroffen habe // das ständige Kopfkino dazu // die extrem wertvollen Austäusche mit den anderen  Seminarteilnehmern // die Reaktionen meines Körpers als Nachwirkung aus dem Seminar und meiner Energie // das Ankämpfen gegen die negativen Einflüsse von außen // überhaupt selber erstmal zu verstehen, was bei mir gerade abgeht // Freunden etwas versuchen zu erklären, so dass sie einen nicht direkt für verrückt halten // die nächsten Übernachtungen organisieren // seinen neuen Business Weg zu kreieren // Affiliates erarbeiten // E-Books aufbauen // man schon am Überlegen ist, wie man das geschickt seinen Eltern erläutern könnte // so viel wertvollen Input, den ich erst mal verarbeiten muss // was kann ich alles erledigen, so lange ich das Auto noch habe und so weiter...

 

Die Außenwelt hat Erwartungshaltungen, die ich nicht erfüllen kann und sind enttäuscht von mir. Ich habe das Gefühl, ich stoße gerade einigen vor den Kopf, was ich gar nicht will. Aber wie soll ich etwas erklären, was ich selbst nicht für mich fassen kann?? Es sich für mich aber genau richtig anfühlt. Dessen war ich mir noch nie so bewusst, aber man zerrt an dem Nervengerüst, man redet nur noch negativ, fasst alles negativ auf, nimmt es persönlich, wenn sich jemand zurückzieht und ich wundere mich, warum ich so ein Wrack vorher war. STOP! Ich will dort nicht nochmal hin!! Das war nicht schön in meinem Loch. Wenn sich jeder in erster Linie um sich kümmern würde und seine inneren Selbstzweifel und Masken abgelegt hat, dann könnten alle viel liebevoller und mit positiver Energie miteinander umgehen. Das sind deren Erwartungshaltungen, nicht meine. Das ist mein Leben und niemand außer ich selbst hat das Recht Entscheidungen hierüber zu treffen und die Entscheidungen die ich treffe, treffe ich aus vollem Herzen, damit es mir wieder gut geht.

 

Das Schreiben hilft mir enorm. Hier kann ich alles aus der Seele schreiben. Jetzt geht es mir wieder gut. Was für mich eine enorme Powerbank geworden ist, ist unsere WA Gruppe und FB Gruppe vom Seminar. Fenomenal! Dort steckt so viel positive Energie drin, das ist einfach toll. Und natürlich mein Coach!! Wir haben heute telefoniert und es tat so gut. Das lässt alle anderen Gedanken super gut wieder ausblenden. Dennoch gibt mir die heutige Erkenntnis einen interessanten Denkzettel mit auf dem Weg. ENERGIE GEWINNT und lass die negative Energie nicht mehr in mich rein. Das wird nicht von heute auf morgen funktionieren, dessen bin ich mir vollkommen bewusst. Das muss ich üben, immer und immer wieder.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0