· 

TAG 56 - NEUE WEGE

Der Wecker steht auf halb acht... Beide werden wir unabhängig voneinander intuitiv 2 Minuten vor dem Wecker wach. Wir haben nicht in gleichen Raum geschlafen. War aber direkt morgens unser erstes Gesprächsthema und lachen und erzählen direkt schon wieder ohne Punkt und Komma. Wir frühstücken gemeinsam, genießen die Sonne, die mit all ihrer Kraft ins Wohnzimmer hereinscheint. Ich bringe Sie zum Bahnhof in die nächstgrößere Stadt, dann geht es auch für Dana weiter nach Hause. Wir sind beim Fahren so vertieft in unsere Gespräche über Hausaufgaben und Zielsetzungen, dass ich aufgrund eines festen Blitzers demnächst ein tolles Foto erhalten werde. Über zwanzig km/h zu schnell. Na prima, das Ding steht ja auch erst seit gestern dort. Bekommt die Firma nach meinem Austritt noch einen Erinnerungsbrief von der Stadt. Ich sehe es als Abschiedsgeschenk beziehungsweise als Erinnerungsfoto von meinem "noch" Firmenauto und mir. Er hat mich viele Kilometer quer durch Deutschland begleitet. Donnerstag muss ich ihn abgeben. Mein letzter Arbeitstag in diesem Unternehmen. Dann werde ich mich mit Bus, Bahn und Fahrrad fortbewegen. Wie gut, dass ich hoch oben auf einem Berg wohne... In einem halben Jahr bin ich dann topfit und komme ohne Absteigen und ohne aus der Puste zu sein den Berg hoch. Aus allem das Positive herausziehen, Ziele definieren, dann geht´s besser und einfacher.

 

Das Wetter ist so herrlich, dass ich den ganzen Tag draußen arbeite. Ich will ja direkt in die Umsetzung kommen. Kurze Hose, T-Shirt, Tablet auf dem Schoß, Kaffee und Wasser dazu, dezente Musik an, die Vögel zwitschern... so ist das Arbeiten ziemlich gail. Jetzt weiß ich was die Anderen damit meinen, dass es ziemlich klasse ist, sich aussuchen zu können, wo man arbeitet. Ich kann es voll und ganz nachvollziehen. Ich schreibe meinen Blog von gestern - vom genialen Workshop und lasse das ganze Wochenende dabei noch mal Revue passieren. Sobald ich nichts tue, bekomme ich direkt Hummel im Hintern und fange an hin und her zu laufen, wie eine Löwin in ihrem Käfig. So viel Energie, die raus will. Es ist kein unruhiges Gefühl, sondern ein Gefühl voller Tatendrang.

 

Ich führe noch einige weitere Verabschiedungstelefonate mit meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen und verschiedenen Lieferanten. Maurice mein bester Freund fragt, wie mein Wochenende war. Er hat sich sehr für mich gefreut und merkt wie gut ich drauf bin. Bei ihm steht gleich ein wichtiger Termin an. Das tolle an diesem Temin ist, dass auch ich davon profitieren werde. Wir haben mit meinem damaligen Kleingewerbe schon immer sehr gut zusammengearbeitet. Er will mich als Berater bei einem seiner Freunde unter Vertrag nehmen. Ich mache die Layouts, bestelle Materialien und kümmere ich mich um das Marketing bei Facebook und Instragram. Es geht um eine größeres Bauobjekt, dass ich von Anfang an als Beraterin begleite. Wie klasse ist das denn bitte? Sie hatten bereits jemanden dafür, der allerdings nicht so funktioniert, wie sie es sich vorstellen. Maurice weiss, dass er sich auf mich verlassen kann. Nächste Woche sprechen wir die Details durch. Gut, dass ich morgen meinen Steuerberatertermin habe... meine neue Firma wird ziemlich vielseitig. Mal sehen, wie er damit zurecht kommt und ob er der richtige für mich ist.

 

Späten Nachmittag bin ich mit meiner Trainingskollegin Nadja zum Tennis verabredet. Das erste Mal, dass wir dieses Jahr zusammen spielen. Wir schauen auf die sonnenerstrahlten Außenplätze... schade, dass wir noch nicht draußen spielen können. Das Training in der Halle macht richtig Spaß, sind richtig klasse Ballwechsel dabei. Im Anschluss gehen wir noch ins Restaurant unseres Vereinsheimes. Richtig gutes Essen gibt es hier. Wir essen und trinken und quatschen noch einige Zeit. Dann geht es wieder nach Hause an den Rechner.


JE MEHR DU DICH FINDEST, DESTO MEHR WIRST DU DICH VON MACHEN MENSCHEN ENTFERNEN.

NICHT DAS FESTHALTEN MACHT EINEN MENSCHEN STARK, ES IST DAS LOSLASSEN DAS WAHRE GRÖSSE ZEIGT.

  

- täglicher Whatapp Newsletter von Damian Richter -


Kommentar schreiben

Kommentare: 0