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TAG 58 - BEHÖRDENGÄNGE

So langsam werde ich mir selbst unheimlich. Da habe ich "frei" und könnte mal etwas länger schlafen, aber wann werde ich wach? Um fünf Uhr, echt unglaublich. Eine Viertelstunde lang versuche ich wieder einzuschlafen, keine Chance. Ich bin so was von hellwach und die Hummeln melden sich. Mein Körper spricht mit mir... ich soll einfach aufstehen und loslegen. Naaaaaa gut. Hast gewonnen. Ich sollte eh viel mehr auf meinen Körper hören. Der sagt mir schon wo es lang geht. Das habe ich inzwischen kapiert. 

 

Meine To-Do-Liste ist für heute ziemlich voll. Ein strammes Programm steht an. Besonders dann ist es um so besser, dass ich so früh wach geworden bin. Ein gutes Gefühl, schon einiges direkt morgens erledigt zu haben. Einen Termin beim Doc habe ich nicht mehr bekommen, aber ich soll so vorbei kommen. Ich kam relativ schnell zu ihm rein. Ich habe ihn zunächst auf den aktuellen Stand gebracht und das ich von ihm eine Bescheinigung benötige, dass ich aufgrund meines Burnouts gekündigt habe. Diese brauche ich, um keine dreimonatige Sperre zu erhalten. Falsche Reihenfolgt... es hätte anders herum erfolgen müssen. Erst zu ihm, dann zum Arbeitsamt, dann wieder zu ihm und dann kündigen. Na woher soll ich das denn bitte wissen? Er ist ziemlich geschockt, dass ich morgen meinen letzten Arbeitstag habe, hilft mir aber dennoch sehr gut weiter. Ich muss nun also erst zum Arbeitsamt mich arbeitslos und arbeitssuchend melden. Dort erhalte ich eine Bescheinigung, die mein Doc dann ausfüllt. Das Ausfüllen sollte allerdings bis spätestens zum letzten Arbeitstag erfolgen. Okay, jetzt wird es spannend. Er redet von Problemen, ich rede von Herausforderungen, die wir mit seiner Unterstützung hinbekommen. Er trägt mir einen Termin für morgen früh ein, wo wir die Unterlagen ausfüllen. 9.20 Uhr sind sie bitte hier. Puuuuh, danke!! Okay, spontane Planänderung für heute. Ich muss direkt zum Arbeitsamt. Mmmmmh, welches ist überhaupt für mich zuständig und wo ist das überhaupt? Krass, ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, ich war noch nie in meinem Leben dort. Die Herausforderung nehme ich an und meistere sie. Ich stehe im richtigen Amt. Der Mann am Empfang ist echt nett und kann mir sofort weiterhelfen. Von dort geht es ins nächste Büro. Lebenslauf "mal eben" in den Rechner eingeben. Zuerst hatten wir die Herausforderung, dass die Software nicht mitspielte. Der Mann am Empfang war's, er hatte mich noch nicht freigeschaltet. Wir hatten zu Dritt eine Menge Spass. Es funktioniert tatsächlich. Das was man aussendet, bekommt man doppelt und dreifach relativ schnell wieder zurück. Die nächste Herausforderung steht an... knapp 30 Jahre Berufsleben aus dem Stehgreif parat haben. Mir viel ein, dass ich bei XING meinen Lebenslauf drin habe. Perfekt, hier kann ich abschreiben. Läuft also auch. Im Anschluss muss ich noch in zwei weitere Büros, erhalte noch einige Unterlagen, die ich bis nächste Woche ausfüllen darf. In beiden Büros erhalte ich viele wertvolle Tipps für mich und meine Zukunft. Richtig gute Gespräche und interessante Menschen. Drei Stunden war ich insgesamt beim Arbeitsamt. Danach bin kurz etwas down, schaffe es aber sehr schnell, meine Energie wieder nach oben zu bringen.

 

Nachmittags ist eine Freundin bei mir. Wir haben uns dieses Jahr noch nicht gesehen, telefonieren aber regelmäßig. Ich kenne sie seitdem sie dreizehn ist. Ihre Mutter ist meine damalige Vermieterin gewesen. Wir sind wie Schwestern, die kleine und große Schwester. Wenn wir zusammen sind, merkt man nicht, dass zwischen uns zwanzig Jahre liegen. Durch meinen Blog weiss sie eh schon viel über meine Veränderungen. Sie ist dennoch positiv überrascht, wie krass ich m8ch verändert habe. Ich kann sie sofort mit meiner Energie anstecken. Während wir uns unterhalten, sagt sie, sie bekommt gerade soviel wertvolle Anregungen, wie sie mit bestimmten Situationen umgehen könnte. So geöffnet hat sich schon ewig nicht mehr. Sie fragt mich aus. Sie wollte alles wissen, von Anfang bis heute. Wie geht es bei mir weiter. Ich erzähle alles von A bis Z. Innerhalb des Gesprächs hat sie festgestellt, dass sie gar keine Ziele hat. Um anzukommen, um glücklich zu sein braucht man jedoch Ziele. Ohne Ziel kein ankommen. Sie hat jetzt eine kleine Hausaufgabe und nächste Woche starten wir bei mit dem ersten VAK Prozess. Ich bin schon ganz gespannt.

 

Weiter geht es zum Steuerberater. Ein Neuer. Eine Empfehlung von Maurice, meinem besten Freund. Erst mal kennenlernen und schauen, ob es überhaupt Nasenfaktormässig passt. Es passt wunderbar. Wir haben uns 1 1/2 Stunden unterhalten. Ein richtig gutes und wertvolles Informationsgespräch. Ich weiss jetzt genau, was zu tun ist. Ein super Austausch, ich habe so authentisch erzählt, dass sich das Gespräch zwischenzeitlich gewandelt hat und ich ihn schon fast gecoacht habe *lach*. Auch ich konnte ihm wertvolle Impulse geben. Er hat sich schon jetzt als Coacheeee bei mir angemeldet. Business Plan? Kein Problem, sagt er. Schreiben Sie einfach das auf, was sie mir aus dem Herzen heraus erzählt haben. Das Geniale ist, dass er es genauso sieht, dass ich mit meinem neuen Business - dem Coaching - vielen anderen Menschen helfen kann und das er selbst extrem viele Menschen mit Burnout kennt und das dadurch, dass ich selbst die Erfahrung gerade mache, genau weiss, was man dort durch macht und die Wege so einfach sind. Ich sag nur drei Wochen!!

Jetzt habe ich auch hier einige Hausaufgaben, weiss aber, dass ich ihn als Unterstützung im Backround habe. Ein guter Steuerberater geht, ein viel besserer kommt in mein Leben!


ES IST WIE ES IST. ABER ES WIRD, WAS DU DARAUS MACHST.

VIEL ZU OFT VERGESSEN WIR: ES WIRD, WAS DU DARAUS MACHST.

  

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