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TAG 78 - UNTER DRUCK ENTSTEHEN DIE SCHÖNSTEN DIAMANTEN


Und schon wieder werde ich richtig früh morgens wach und springe aus dem Bett. Klar, heute ist Dienstag. Oder auch TU-ES-DAY genannt.  Jetzt kapiere ich. Der Macher Tag, obwohl bei mir gerade jeder Tag dann ein Macher Tag ist. Heute habe ich morgens um acht mein Sport. Prima, dass ich so früh morgens wach bin. Dann kann ich direkt mit der Kreation meines neuen Brandings starten. Gestern hat die Software nicht mitgespielt. Über Nacht lief ein Update und jetzt läufts. Geht doch. DIe finale Richtung meines Brandings steht. Mit einem sehr guten Gefühl laufe ich zum Sport runter in die City. Ich hatte gestern noch ein tolles Feedback meines Coachees als Sprachnachricht erhalten. Voll schön, was sie sagt. Ich habe richtig Gänsehaut bekommen. Sie ging voller Energie von mir weg, drehte die Musik im Auto laut, hat mit gesungen und ihr Kopf denkt auf einmal in vielen möglichen Richtungen. Ich hätte ihr sehr wertvolle und Denkanstösse gegeben. Es tauchen neue Inspirationen auf, wie es bei ihr weitergeht. Ich nehme ihr die Angst davor. Da freue ich mich mega drüber. Für mich natürlich eine Unterstreichung meines Vorhabens mit meiner Selbständigkeit mit dem Life Coaching. Denn diese Richtung hätte ich mir niemals vor noch nicht mal einen Monat vorstellen können. Und erst Recht nicht die Selbständigkeit. Jetzt macht es wieder KLICK bei mir. Mir wird klar, warum ich vorher nie meinem Job aufgegeben habe, obwohl ich früh gemerkt habe, dass er mich gesundheitlich einfach auslaugt. Ich hatte nie eine vorstellbare Perspektive. Mein Job ist so individuell und hat mir richtig Spass gemacht, dass ich nie etwas Vergleichbares hätte gefunden. Ich wollte ja nichts, was mir keinen Spass mehr macht. Ich wollte auch nicht, unter meinen Fähigkeiten bleiben. Ich hatte schon immer den Drang danach, Neues kennen zu lernen, zu wachsen, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Und dennoch hatte ich die Angst, es nicht hinzu bekommen, zu versagen. Und in meinem Alter wird es ja noch schwieriger. Weiter Karriere zu machen, habe ich inzwischen für mich ausgeschlossen. Hierzu machte mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Mein Körper zeigte mir klare Grenzen. Heute wird mir klar, dass dies schon alles klare Zeichen waren. Als wenn ich irgendwem, in erster Linie sogar mir selbst, immer wieder etwas beweisen wollte. Aber das habe ich ja letztens bei meinen Eltern schon verstanden. Ich muss mich nicht beweisen. Nicht mir und nicht irgendwem anderes gegenüber. Ich bin gut so wie ich. Jeder ist gut so wie er ist.

 

Eine Selbständigkeit habe ich mir dennoch nie zu getraut. Kam auch gar nicht für mich als Option in Frage. Das Umfeld prägt einem allerdings auch mit seiner Meinung über die Selbständigkeit. Also die Menschen um einen herum. Um so glücklicher bin ich jetzt, dass ich so klar sehe, meine Ziele ganz klar feststehen und ich damit sogar ganz vielen Menschen helfen kann. Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich mich noch gefragt, wofür ich eigentlich auf der Welt bin. Was meine Aufgabe ist? Habe ich überhaupt eine Aufgabe? Was soll ich noch hier, wenn ich eh nicht glücklich bin, wenn ich zum Lachen in den Keller gehe, ich jeden Tag meine tolle Maske auflege und nach außen so tue, als sei alles in Ordnung??

 

Ganz klar, was mir besser gefällt!!! Innerhalb kürzester Zeit und ausschließlich mit meinen geänderten Gedanken in meinem Kopf und natürlich mit der Neuausrichtung meines Fokus, habe ich es geschafft, mein Leben um 180 Grad komplett umzudrehen. Dank Damian! Ich wusste, dass etwas in meinem Leben passieren musste, aber dass es so Raketen schnell und klar sein wird, damit hätte ich niemals gerechnet. Absolut unvorstellbar. Und jetzt ist es einfach gigantisch und mega gail. Die Puzzleteile fügen sich zusammen. Neue Wege tun sich wie von Geisterhand auf, je bewusster man darüber nachdenkt. Aber wie war das noch gleich? Es muss erst weh tun, damit es gail wird. 

 

Ups, ich bin etwas abgedriftet. Na jedenfalls war das Feedback meines gestrigen Coachees eine tolle Bestätigung, dass mit einfachen Tools das Leben so vieler Menschen verändert werden kann. Es wieder glücklicher, lebens- und liebenswerter und zielorientierter zu gestalten. Ich habe ihr auf dem Weg nach unten  in die City ein Feedback gegeben, ihre Fragen beantwortet und stand auf einmal schon vor der Studiotür. Ich bin so in das Gespräch eingetaucht, dass ich mich gar nicht an den Weg erinnern kann. Der Trainer fragt schon gar nicht mehr wie es mir geht. Mein Grinsen und mein "Guten Morgen" sagt alles. "Na Dich brauche ich ja gar nicht mehr fragen, wie es Dir geht", sagt mein Trainer und strahlt zurück. Genau so ist es. Und wieder trainiere ich mit einer Top Leistung mit absoluter Tendenz nach oben. Wie schön, dass meine Energie direkt in dem Index abzulesen ist. Finde ich klasse.

 

Im Anschluss habe ich mein eigenes Coaching bei Danilo. Er stellt mir viele Fragen. Wie es mir geht, was meine Erkenntnisse aus dem Modul 1 der Coaching Ausbildung sind, was ich für Themen für mich dort bearbeitet habe, was ich diese Woche alles angreifen werde, also was alles zur Erledigung ansteht. Meine Woche ist schon sehr gut ausgefüllt, dennoch gibt er mir Hausaufgaben auf. Bei zwei Hausaufgaben passiert etwas mit mir, dass ich nicht greifen kann. Ich weiss nicht, warum es passiert. Was der Kern dafür ist. Ich darf meine Komfortzone verlassen. Und Danilo gibt mir gerade den dazugehörigen Hinterntritt. Schon allein der Gedanke daran, lässt mich unruhig werden. Vorher rede ich ohne Punkt und Komma. Bin ja mega froh, dass es wieder so ist. Und von jetzt auf gleich werde ich extrem ruhig, mein Körper reagiert. Ich will das gar nicht. Das macht mein Körper von ganz alleine. Die "Angst" oder der Respekt vor diesen Aufgaben springt so was von ins Gesicht. Spuckt mich schon nahezu an. Aber wenn ich durch diese "Angst" gehe und es "meistere" wird es ganz sicher gigantisch. Dessen bin ich mir vollkommen bewusst. In diesem Moment hat sich Danilo nicht zu einem "Freund" gemacht. Mir ist es auch unangenehm darüber zu sprechen. Meine verletzliche Seite Preis zu geben. Da habe ich mich viele Jahre geschickt drum herum geaalt. Wie eine Schlange. Es ist ein Geschenk für mich und mein Leben. Letztendlich übt er somit extrem Druck bei mir aus. Würde ich mich jetzt verrückt machen, bringt es mich nicht weiter. Würde ich nicht durch die blöde Angst gehen, würde ich an dieser Stelle nicht so schnell wachsen. Dann wird es andere Wege geben. Das will ich aber gar nicht. Ich will den schnellen, schmerzhaften Weg, kurz durch und gut ist. Also hole ich mir die positiven Gedanken in den Vordergrund - denn nur unter Druck entstehen die schönsten Diamanten. 

 

Wir haben den Coaching Termin extra spontan etwas nach vorne gelegt, weil ich heute Mittag den Termin beim Arbeitsamt habe. Ich darf meinen Antrag abgeben. Mir fällt erstmalig auf, wie hoch dieses Gebäude ist. Ich muss in die 14. te Etage. Wahrscheinlich ist es das höchste Gebäude von ganz Hagen. Ich finde es erschreckend wie viele Menschen darauf angewiesen sind, wie viele ganz sicher kein glückliches Leben führen. Ziel ist also, schnell rein und ganz schnell mit einem Top Ergebnis wieder raus zu sein. Ich nicht lange auf dieses Geld angewiesen zu sein. Die Aussicht aus dem Büro der Mitarbeiterin ist klasse, sieht man mal von dem Bahnhofsteil des unschönen Hagen im vorderen Blickwinkel ab. Der Termin dauert knapp eine Viertelstunde. Sie daddelt alle Angaben in ihren Rechner ein, stellt noch einige Fragen, lässt mich noch ein paar Zusatzeinträge machen, dann bekomme ich die Summe gesagt, die ich rückwirkend ab 01. März Ende diesen Monats auf meinem Konto haben werde. Das war's.

 

Mir kommen die Stimmen meines Umfeldes alle wieder in den Kopf, die gesagt haben "Du wirst eine dreimonatige Sperre haben", "Du hast keinen Anspruch", "Du hast gekündigt", "rechne lieber nicht damit, dass Du Unterstützung bekommst", "Du hättest Dich drei Monate vorher schon arbeitssuchend melden müssen", "bei mir hat es auch nicht funktioniert", selbst mein Doc hat nicht zu 100% daran geglaubt. Hätte ich diese negativen Gedanken der Anderen angenommen, würde es auch genauso eintreffen. GEDANKEN SIND WIRKENDE KRÄFTE sage ich nur. Für mich stand gar nicht die Option im Raum, dass ich es nicht klappen würde. Drei Monate vor der Kündigung arbeitssuchend melden... Da war der Gedanke noch gar nicht existent, dass ich überhaupt kündigen würde. Und noch dazu habe ich gekündigt, somit hätte ich erstmal eine dreimonatige Sperre. Aber Dank meines Arztes wusste ich, dass es eine Kündigung aus gesundheitlicher Sicht eine andere Basis ist. Ich bin meinen Weg gegangen, habe den positiven Gedanken fixiert und habe alle anderen einfach ausgeblendet. Danke an die, die mich unterstützt haben und die ebenfalls daran geglaubt haben. Das zeigt mir wieder deutlich, wie einflussbar das eigene Umfeld auf das Leben anderer Menschen ist, ohne das sie böse meinen und es ist ihnen gar nicht bewusst ist, was sie damit anrichten können. Wenn jeder sein Leben selbst in die Hand würde und sich nicht in das Leben der Anderen einmischen würde, dann würde es vielen Menschen viel viel besser gehen und sie würden sich nicht mehr von Anderen beeinflussen lassen.

 

Danach steht Arbeiten und einige Telefonate führen auf dem Programm. Das Logo weiter verfeinern, das große Verabschiedungsfrühstück in der Firma organisieren, das Geschenk für meinen Papa mit meinem Bruder organisieren (er wird Anfang nächsten Monat achtzig) die Kalkulation der Paketpreise für meine zukünftige Selbständigkeit und so weiter. Mein To-do-Zettel ist ziemlich voll. Also gebe ich Gas und nutze die Energie vom Wochenende!

MAN LEBT RUHIGER, WENN MAN NICHT ALLES SAGT, WAS MAN WEISS, NICHT ALLES GLAUBT, WAS MAN HÖRT UND ÜBER DEN REST EINFACH NUR LÄCHELT.

MANCHES WIRD ERST GUT, WENN WIR ES GUT SEIN LASSEN.


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