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TAG 81 - DAS SCHAFFT JEDER


"Eat the frog in the morning" in diesem Sinne starte ich meine Ablage direkt am Morgen. Dinge, die man ständig verschiebt, die keinen Spass machen und unter'm Strich eine Menge Energie rauben, weil man sie ständig nach hinten verschiebt. Und wenn man es dann gemacht ist, ist es relativ schnell erledigt. Kennt ihr das? Wenn man das Unangenehmste direkt morgens macht, kann der Tag einfach nur gail werden, weil der Sch... direkt erledigt ist. Gestern war es der "Frosch" die Wohnung aufzuräumen und heute ist es die Sortierung und Neustrukturierung meiner kompletten Unterlagen und Ordner. Da kommt gerade eine Menge zusammen. Steuern, Arbeitsamt, alter Arbeitgeber, Immobilien, Passives Einkommen, Aufbau meiner Selbständigkeit, Coaching Ausbildung, Firmenkonto, Papa's Geburtstagsgeschenk, Verabschiedungsfrühstück usw. Parallel mache ich mir eine Auflistung aller Gedanken und Aufgaben, damit nichts vom Tellerrand fällt. Mein Wohnzimmer sieht zwischendurch aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Ganz viele Stapel sind auf dem Boden verteilt, um Struktur reinzukommen. Aber ich bin mega happy und stolz auf mich selbst, dass ich es direkt morgens durchgezogen habe und dass es endlich erledigt ist. Jetzt kann es weiter an die Umsetzung gehen. Ich lege Schritt für Schritt die nächsten Prioritäten fest. Was ist schnell erledigt, wo brauche ich länger, was hat Termindruck. Wenn ich bedenke, wie lange ich das schon machen wollte und vor mir her geschoben habe und wie gut es mir jetzt geht, wo es erledigt ist und ich meine Ziele wieder klar strukturiert habe, ist es ziemlich blöd von mir gewesen, das ich das so lange geschoben habe. Zum Glück lernt man ja jeden Tag dazu.

 

Anschließend belohne ich mich damit, dass ich die Sonne auf meinem Balkon genieße und auch hier ein wenig Klarschiff mache. Mein neuer Arbeitsplatz soll ja schließlich auch toll aussehen :) 

 

Am späten Nachmittag habe ich Tennistraining. Ich überlege, ob ich dem Bus zum Training fahre oder mir einfach das Fahrrad schnappe und somit das schöne Wetter noch mehr genießen kann. Ich entscheide mich für das Fahrrad, obwohl ich genau weiss, dass es durch die vielen Hügel verdammt anstrengend wird. Egal, der Schweinehund darf besiegt werden. Und wenn ich es jetzt nicht ausprobiere, kann ich auch nicht beurteilen, ob es anstrengend wird. Ich merke, dass ich die Anstiege echt gut hochkomme. Dann scheint ja meine Ausdauer schon echt gut zu sein. Ich male mir aus, wie fit und gesund ich sein werde, wenn ich so weitermache. Viel Sport, viel Bewegung, dadurch, dass ich gerade autolos bin, keine Süßigkeiten und mit viel Energie durch den Tag. Selbst beim Radfahren grinse ich durch die Gegend, weil ich das Leben gerade so sehr genieße und es mir super geht. Ich weiss es durch meine Lebenserfahrung so enorm wertzuschätzen. Die schlechten Zeiten meines Lebens sind ja schließlich gerade mal ein paar Tage her. Um so glücklicher bin ich jetzt darüber, dass es so ist wie es ist.

 

Mein Trainer nimmt natürlich keine Rücksicht, dass ich bereits knapp eine Stunde über Berg und Tal zum Training gefahren bin. Im Gegenteil. Das Einspielen war viel kürzer, weil ich ja schon warm bin. Er merkt, was für eine tolle Energie ich habe und dementsprechend scheucht er mich über den Platz. Ich bin selbst erstaunt, wie fit ich bin und wie gail ich die Bälle bekomme. Ich bin froh, dass er alles aus mir rausholt. Schließlich geht die Saison bald los. Wir quatschen noch zwischendrin, schließlich haben wir uns aufgrund meiner Seminare nicht so häufig gesehen. Er war also gar nicht mehr auf dem Laufenden. Anschließend nutze ich noch das tolle Restaurant und die leckere Küche, um noch etwas zu Essen. Ich werde sogar angesprochen, dass es auffällt, dass ich ein ganz anderes auftreten habe. Es fällt einer Vereinskollegin über Facebook auf, dass ich mich extrem verändert habe, einen Quantenspruch im positiven Sinne quasi gemacht auf. "Mach bitte genauso weiter, dass ist toll zu sehen und zu verfolgen" sagt sie. Für Manche ist es spuki und unreal, ein Rätsel und Andere freuen sich einfach für mich. Nein, es ist keine Zauberei! Ich habe es tatsächlich rein mit meiner Gedankenumprogrammierung geschafft. Und ja, es schafft jeder, der sich gerade in einem Loch befindet oder bei dem es gerade nicht so rund läuft. Und es funktioniert in ganz banalen und auch schwierigen Situation im Leben. Das hat nichts mit Zauberei zu tun. Ich habe es allein mit meinen Gedanken geschafft, mein Leben um 180 Grad zu drehen und endlich glücklich zu sein. 

 

Ich merke am Abend, dass ich nach langer Zeit mal wieder früher müde werde, als ich es die letzten Wochen gewohnt bin. Ich schlafe auf der Couch ein. Kein Wunder, so aktiv wie ich heute war. Ich habe meinem Körper auch eine Menge abverlangt. Aber da kann er sich schon mal dran gewöhnen. Er darf lernen, mit dieser tollen Energie umzugehen. Heute gönnen ich ihm aber ein bisschen Erholung. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich so gesund und fit bin.

 

DAS LEBEN BEGINNT DORT, WO DIE ANGST ENDET.

MUT IST NICHT, KEINE ANGST ZU HABEN, SONDERN DIE EIGENE ANGST ZU ÜBERWINDEN.


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