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TAG 113 - PROBEFAHRT


Mein Trainings- und Coachingtag steht an. Ich stell mir den Wecker, bin ein wenig angeschlagen, Halsschmerzen... ich ignoriere sie. Ich will mich gerade startklar machen, um zum Training in die Stadt zu laufen, da ruft mein Trainer mich an, dass er in einer Vollsperrung kurz vorm Ziel  steht. Die Termine sind danach alle vergeben. Hmmmm, schade, aber kann man nichts machen. Ich wollte Einiges damit kombinieren... einkaufen (hab nämlich nichts mehr im Kühlschrank), dann wollte ich zur Post, damit der Brief zu meinen Mietern auf die Reise geht, zur Bank... okay dann darf ich mir Plan B überlegen. Ich bin erstmal dankbar dafür, dass mein Trainer mich angerufen hat! Er entschuldigt sich gefühlt dreimal... "Hey, alles gut, das sind äußere Umstände, für die Du nichts kannst". Er hat sich richtig darüber geärgert. Und genau das habe ich inzwischen echt genial gelernt und setze es bei mir um... über Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, die im Außen stattfinden, rege ich mich nicht mehr auf. Es raubt mir nur unnötig Energie. Einfach Plan B entwickeln und weiter geht's in Richtung Zukunft und Ziel. Wenn man diese kleinen Dingen meistert, schafft man auch schwierige Situationen viel viel leichter!! 

 

Im Laufe des Vormittags baut mein Körper ab... Halsschmerzen, Kopfschmerzen, mir tut alles irgendwie weh, bin schlapp... jetzt weiss ich warum das Training ausgefallen ist. Mein Körper wusste es schon vorher und wollte mich beschützen ;-)

Gegen Mittag holen mich meine Eltern ab. Wir fahren einige Autohäuser ab und schauen weiter nach einem Auto für mich. Parallel hatten wir schon im Internet immer nach Angeboten geschaut. Uns führt es zu dem dritten Autohaus, bei dem wir Karfreitag schon waren. Dort hatte ich ein Auto immer noch im Hinterkopf. Das Auto ist weg. Oder doch nicht? Ich frage nach. Es ist noch da, es war nur zu einer Probefahrt raus und der Verkaufszettel war nicht mehr drin. Probefahrt klingt gut. Dann kann ich ein Gefühl für dieses Auto entwickeln. Autotechnisch fange ich ja echt wieder ganz klein an. Gut, ein Aufstieg ist es ja trotzdem - aus der autofreien Zeit, in der ich das Auto definitiv wieder zu schätzen gelernt habe. Mein Papa fährt mit. Mir fällt auf, dass ich jetzt schon zwei Monate kein Auto mehr gefahren bin und ich mich etwas umgewöhnen muss... von Automatik auf Schaltgetriebe, ganz zu schweigen von der PS Zahl. Das geht aber relativ schnell. Ich entwickel direkt Spass dran, weil es ein kleiner Stadtflitzer ist. Passt ja schon wieder zu mir. Wieder von der Probefahrt zurück geht es in die Verhandlung und ins Flirten mit dem netten Verkäufer. Wir können nur leider heute nichts dingfest machen, da das Netz der Telekom gerade nicht mitspielt. Wir telefonieren morgen, sobald er an die Daten kommt. Ich gehe aber davon aus, dass ich mein neues Auto heute schon gefahren bin! 

So richtig kann ich mich heute jedoch gar nicht darüber freuen... mir geht es immer schlechter. Fieber, Hals- und Kopfschmerzen. Ich mache um 18 Uhr noch schnell meinen Job im Sozial Media, chille noch ein wenig und gehe um halb neun ins Bett und schlafe mit Vorfreude auf mein Auto und dass es mir morgen wieder gut geht grinsend ein.

LEBE EIN GUTES, EHRBARES LEBEN. WENN DU ÄLTER BIST UND ZURÜCKDENKST, WIRST DU ES NOC EINMAL GENIEßEN KÖNNEN.

GENAUSO SOLLTEN WIR LEBEN!!


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