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TAG 119 - DER TAG DANACH


Nach solch einem gigantischen Wochenende ist der Energielevel extrem weit oben. Die Hummeln, die bei mir eh schon die ganze Zeit da sind, sind noch extremer unterwegs. Wir sind nachts erst zu Hause gewesen, da wir erst nach neun Uhr abends auf der Bahn waren. Wir hatten zwei nette Damen, die uns bis ins Siegerland mitgenommen haben. Von dort ging es dann bei einer Freundin - der Michaela weiter bis zu mir und sie durfte dann noch zu sich nach Hause. Ich bin nachts noch so aufgedreht gewesen, dass ich zwei Stunden brauchte, um endlich die Augen schließen zu können. Tausend Gedanken und Ideen sprudeln durch den Kopf. Man würde am Liebsten sofort loslegen, weiss aber, dass ein bisschen Schlaf auch mal fällig ist. 

 

Mein Trainer hatte mir am Wochenende noch die Termin für unser Sommertraining geschickt. Zwei Terminvorschläge - Montag oder Donnerstag. Ich habe ihm nachts noch geantwortet. Triff eine anstehende Entscheidung schnell. Generell sagt mir der Montag super zu. Ob ich diese Woche doch lieber Donnerstag nehmen soll? Wie fit bin ich nachher noch? Ich habe ja noch kein Auto, ist parallel zum Training ja auch noch eineinhalb Stunden Fahrrad fahren über Berg und Tal angesagt. Donnerstag hätte ich dann ja ein Auto. Ich habe mich allerdings am Wochenende dazu commitment, dass ich 3x die Woche Sport mache. Ab Freitag bin ich wieder auf einem Workshop, wo ich nicht zum Sport komme. Ich überwinde meine Komfortzone und entscheide mich ganz bewusst für den Montag, egal wie platt bin. Und ich entscheide mich ganz bewusst dafür, damit ich mit dem Fahrrad dorthin fahren kann, denn das will ich mir trotz kommenden Autos weiter fortführen. Das Auto ganz bewusst ab und an stehen zu lassen und zu Fuss oder mit dem Rad loszuziehen. Das ist auf jeden Fall ein großes und wertvolles Geschenk für mich, was ich aus der autofreien Zeit über zwei Monate zu schätzen und zu lieben gelernt habe. Mir ist die wertvolle Zeit, die ich meinen Körper durch die Bewegung gebe und das was ich mir aus der Natur, mein Umfeld mit anderen Augen wahrzunehmen, andere Menschen kennenzulernen, anderen Menschen mein Lächeln zu schenken, mir rausziehen kann. Ich sage also für Montag das Tennistraining zu. Nach ein paar Stunden Schlaf geht es also mit Fahrrad zum Tennisplatz. Inzwischen brauche ich nur 38 Minuten. Was ein paar Mal Fahrrad fahren schon ausmacht. So ist es bei allen Dingen im Leben. Am Anfang ist es schwer, doch je häufiger man es macht, um so leichter wird es und so schneller fällt es in die Routine rein und man macht es einfach. Eine Faustregel sagt, dass man nach 21 Tagen konsequentes Handeln es als normale Angewohnheit im Unterbewusstsein angekommen ist und man es automatisch macht. Schon nahezu süchtig danach ist und man es braucht. Das gilt für tägliche Routine mit Aufgaben wie zum Beispiele das Gedankenprotokoll oder auch die Dankbarkeitsliste, seine Ziele regelmäßig zu kontrollieren, auf das Rauchen oder auf die Süssigkeiten zu verzichten, Sport zu machen und so weiter.

 

Das Training war richtig genial. Mein Trainer hatte schon vorher gesehen, dass ich dezent vom Radfahren am Schwitzen war. Prima, dann bist Du ja schon warm, meinte er nur grinsend. Ich hatte soviel Energie auf dem Platz, dass er fragte, ob und wann ich bitte heimlich trainiert hätte. Ob beim Warmspielen, an der Grundlinie, am Netz, beim Punkte ausspielen oder beim Aufschlagstraining. Ich war richtig geil drauf und es hat einfach alles funktioniert, egal was für fiese Bälle er mir zugespielt hat. Im Anschluss nutze ich die leckere Restaurantküche noch für mich und habe tolle Gespräche mit den Vereinskollegen, die ich sonst selten sehe. Dann geht es mit dem Fahrrad wieder nach Hause. Unten in der Stadt gehe ich noch kurz einkaufen. Das ist auch ein Punkt, den ich mir beibehalten möchte, wenn ich ein Auto habe. Ich habe in der autofreien Zeit wirklich ganz bewusst eingekauft, da ich ja nur die Lebensmittel transportieren konnte, die in meinem Rucksack passen. Schließlich muss ich ja den ganzen Berg noch wieder hoch. Ich habe definitiv weniger eingekauft, vor allem ganz bewusst eingekauft, weil ich vorher schon genau geplant habe, was ich kaufe und brauche und habe jede Menge Geld gespart. Den Berg schiebe ich dann aber mein Fahrrad, weil ich echt meine Beine vom Tennis merke. Ich bin echt platt, aber mega happy und glücklich. Das Wochenende mit wenig Schlaf, jetzt die zwei Sporteinheiten, die nicht ohne waren. Also darf ich dann auch früh ins Bett gehen, ohne dass ich meine geplanten Aufgaben alle für heute erledigt habe. Ich höre einfach auf meinen Körper und gönne ihm ein bisschen Erholung.

 

SETZ DIR EIN ZIEL. BRINGE ALLE BRÜCKEN HINTER DIR ZUM EINSTÜTZEN UND DANN GIB VOLLGAS.

GIB ALLES, ÜBERWINDE ALLE HINDERNISSE. DU KANNST DAS! DENKE IMMER DARAN: DU BIST VIEL GRÖßER ALS DU DENKST!!!


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