· 

TAG 134 - SCHWUNGVOLL AUS DEM BETT


Für welche Laune entscheidet man sich morgens direkt nach dem Aufwachen? Der erste Augenaufschlag - vom Wecker aus dem Schlaf geholt oder von alleine wach geworden? Ganz ehrlich? Wir haben es in diesem Moment selbst in der Hand, für welche Laune wir uns entscheiden. Sind wir schon mies gestimmt, weil der Wecker uns aus unseren Träumen geholt hat? Oder weil uns in der ersten Sekunde schon sämtliche Aufgaben des Tages ins Gesicht springen? Oder sind wir einfach gut gelaunt und springen aus dem Bett, weil wir einfach dankbar sind, dass wir überhaupt wach werden und uns frei gewegen können. Man selbst entscheiden, wie wir in den Tag starten. Ziel eines jeden sollte es doch sein, aus jedem Tag das Beste für sich rauszuholen und sich glücklich zu schätzen, dass wir leben dürfen, dass wir gesund sind, dass wir frei entscheiden dürfen und selbst bewusst entscheiden können, was wir machen. Jeder hat die Bestimmung über sich selbst. Man kommt nicht gut aus dem Bett, dann änder etwas daran. Lerne aus dieser Situation. Wenn Du etwas verändert hast, es sich für Dich immer noch nicht stimmig anfühlt, dann ändere weiter etwas. So lange, bis es für Dich so anfühlt, wie Du es gerne hättest. Setze Dich hin und überlege, wohin Du willst, wie möchtest Du morgens aufwachen? Mal es Dir in der Phantasie aus. Stell Dir eine Umgebung und Situation bildlich vor, wie Du gerne aufwachen möchtest und dann arbeite daran. Arbeite unerschütterlich daran. Wenn man nichts ändert, verändert sich auch nichts. 

 

In meiner schlechten Zeit bin ich zwar immer gut aus dem Bett gekommen - das konnte ich schon immer gut - allerdings war ich von der ersten Sekunde an immer müde. Mein größter Wunsch, den ich beim Doc geäußert habe war, dass ich einfach mal wieder gut erholt aufwachen möchte. Voller Power, denn so kannte ich ich von früher. Die letzten zwei Jahre ist dies leider nicht der Fall gewesen. Müde, rote und kleine Augen... kalt duschen und dann die Maske auflegen und so tun als ob es einem gut geht. Das konnte ich sehr sehr gut. Jetzt wo ich wieder da bin, dass ich voller Freude aus dem Bett springe, frage ich mich, wie ich es geschafft habe, dies zu ändern. Das ist echt eine gute Frage und man muss echt in die Tiefe gehen, um dies beantworten zu können. Es spielen viele Faktoren eine Rolle.

 

Ein klares Ziel für die Zukunft ist sehr entscheidend. Dann die eigenen Gedanken. Wenn ich mir einrede, dass ich krank und müde bin, dann ist es auch so. Das was man denkt, das wird. Die Ursache analysieren. Was trägt dazu bei, dass ich mich so ausgelaugt fühle. Was raubt mir die Energie? Was kann ich tun, um meine Energie zu erhöhen. Was hat mich früher angetrieben? Was oder wer bringt mich zum Lachen, schafft es mir Energie zu geben? Den Fokus auf das Positive halten. Nicht auf das Negative schauen und drüber reden. Was ist das Positive an jeder Situation. So richtet man die Gedanken auf das Positive. Klar geht das nicht von heute auf morgen. Aber jeden Tag ein bisschen, dann kommen jeden Tag ein bisschen mehr Erfolgserlebnisse dazu. Und die treiben einen dann wieder an. Meide Menschen, die nur Jammern, Meckern und sich Beklagen. Die geben keine positive Energie. Unterbrich sie in ihren Mustern und frage nach dem heutigen tollsten Moment. Schau nicht zu viel Nachrichten, dort kommen meist nur negative Botschaften. Das sind Dinge, die wir direkt nicht ändern können. Aber das eigene Leben und unseren Gemütszustand können wir beeinflussen, können wir ändern. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Es hängt an uns, was wir zulassen und was nicht. Für Veränderung im Leben gehört natürlich auch ein Stückweit Mut. Mut, um Veränderungen überhaupt zu machen. Alles was wir derzeit tun, befindet sich innerhalb einer Komfortzone. Dort ist es bequem und gewöhnt. Deshalb ändern wir lange Zeit nichts. Es gibt uns Sicherheit. 

 

Mein Schritt raus aus der Komfortzone, den Mut zu haben, den Job zu kündigen, war nicht einfach. Aber es fühlte sich in dem Moment der entgültigen Entscheidung richtig an. Auch jetzt nach drei Monaten ist die Situation nicht einfach für mich. Es gibt täglich neue ungewohnte unbequeme Situation, die etwas mit einem machen. Es ist nicht einfach. Aber ich bin wieder gesund geworden. Ich habe seit drei Monaten mein Lachen wieder, ich habe meine Zwangsjacke abgelegt, habe meine Maske abgelegt, ich bin ich, ich bin gut so wie ich bin, egal ob ich gerade einen Job habe oder nicht. Damit locker umzugehen, fällt mir heute noch nicht leicht. Ich hole mir aber immer wieder die positiven Gedanken hervor - jeden Tag auf's Neue, dass es mich in dieser Form wie ich jetzt bin, nie gegeben hätte, wenn ich genauso in diesem Job weitergemacht hätte. Ich würde jetzt in diesem Moment am Stock gehen, ich hätte mich selbst kaputt gemacht. Und da hätte mich keine Klinik rausgeholt, wenn man nicht das Umfeld ansich ändert. Heute bin ich mega stolz darauf, dass ich es mit eigener Willenskraft einfach geschafft habe. Ohne Medikamente, ohne Reha nur alleine mit eigener Kraft. Und das schafft wirklich jeder!! 

 

Das Schöne an meiner Situation, dass ich gerade gar nicht arbeiten darf. Das ich morgens den Sonnenaufgang mit einer Tasse Kaffee genießen darf, gemütlich frühstücken darf, diesen Blog gechillt auf meiner Terrasse schreiben darf, Montag Mittags zum Tennistraining darf, wo andere arbeiten dürfen, ich mir in Ruhe Gedanken machen darf, wo meine Reise hingehen soll, wo ich hin will, was meine Ziele sind. Je mehr ich durch die Coaching Ausbildung dazulerne, desto mehr arbeite ich an mir, lerne dazu, lerne mich immer weiter kennen, lerne meine Ziele noch mehr zu manifestieren, lerne andere Blickwinkel auf das Leben kennen. 

Heute hatte ich wieder Tennistraining. Durch mein erstes Spiel am Sonntag, hat mein Trainer direkt einen krassen Unterschied in meiner Spielart wahrgenommen. Lernen und tun heißt es ja immer. Das Gelernte umsetzen, dann kommt man auch einen Schritt weiter aufs nächste Level im Leben. Die Damen Hobbymannschaft hatte heute ein Turnier. Auch diesen Luxus habe ich einfach gegönnt, ihnen zuzuschauen und sie anzufeuern. Witzig war, dass sie mich vorher nie beim Training gesehen habe. Klar ich war ja immer arbeiten, war immer nur unterwegs. Jetzt habe ich Zeit, jetzt habe ich gerade ein anderes Leben und sie sehen, wie glücklich, frei, strahlend und offenherzig ich bin und freuen sich für mich. Ich soll bitte nie wieder die "Alte" werden. 

 

MAN KANN ALLES MIT GUTER ODER SCHLECHTER LAUNE TUN. DIE ARBEIT BLEIBT DIE GLEICHE. AUS DIESEM GRUNDE HABE ICH ICH FÜR GUTE LAUNE ENTSCHIEDEN.

FÜR WELCHE LAUNE ENTSCHEIDEST DU DICH?


Kommentar schreiben

Kommentare: 0