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TAG 311 - OHNE SUESSKRAM?!?


 

TAG 10 OHNE SÜSSKRAM IST GESCHAFFT! Mit Süsskram meine ich speziell das Loslassen von Schokolade, Weingummi, Keksen, Chips und Kuchen - ich werde nicht auf jedes Gramm Zucker achten.

 

Durch meine täglichen Stories bei Instagram, Facebook und WhatsApp erreichen mich viel Zuspruch, Respekt, aber Anfragen, warum ich darauf verzichte. Vielen lieben Dank dafür! Das motiviert mich nochmal durchzuhalten! Ihr seit grossartig! Ich war lange am Überlegen, ob ich den wahren Grund schreibe und veröffentliche, weil es schon eine sehr persönliche Geschichte ist, mit der ich mich jahrelang versteckt habe und es kaum jemand weiß. Ich bin jedoch der Meinung, dass ich nicht die Einzige auf diesem Planeten bin, der es so geht. 

 

Seit meiner Kindheit kenne ich es, dass ich mega gerne Süßigkeiten esse. Ich kann über Jahre nichts Süßes liegen lassen, sondern vernichte es in einem Tempo, dass mir selbst immer Angst und Bange davor wird. Nach 10 Tagen kann ich schon sagen "wurde". Yääääääh!! Damit meine regelrechten Fress-Attacken niemand mitbekommt, habe ich sogar heimlich gegessen. Selbst vor meinen bisherigen Partner konnte ich es meist verbergen. Mich wundert es, dass ich nie so krass zugenommen habe, dass sich mein Körper nie gerecht hat. 

 

Durch meine enorme Persönlichkeitsentwicklung in den letzten Monaten, wird mir immer mehr bewusst, was unser Körper für Höchstleistung betreibt, damit wir so funktionieren wie wir funktionieren. Jede Millisekunde sorgt er dafür, dass es uns gut geht. Sorgt für unsere Atmung, für unsere Blutzirkulation durch jede noch so kleine Ader, sorgt für unsere gesamte Organfunktion, er lässt Knochen wieder zusammenwachsen, heilt unsere Wunden, wir können sehen, hören, sprechen, fühlen, laufen. Ganz von alleine... nein, natürlich nicht von ganz alleine. Nur sind wir uns dessen sehr selten bewusst, nehmen es als selbstverständlich hin und danken ihm mit schlechter Ernährung. Unser Körper funktioniert im Unterbewusstsein ganz automatisch.

 

Bei Krankheiten schreit er und unsere Seele nach Veränderung. Er schlägt Alarm, weil er nicht mehr einwandfrei funktionieren kann. Meist schenken wir ihm keine Bedeutung, sondern schlucken irgendwelche Medikamente, ignorieren die Hilfeschreie und machen solange weiter, bis der nächste Aufschrei unseres Körpers kommt und uns in die Knie zwingt. Das macht er solange, bis wir kapiert haben, dass wir etwas verändern müssen - oder es sogar zu spät ist. 

 

Diese Erfahrung habe ich ganz deutlich während meines Burnouts zu spüren bekommen, von daher weiss ich, wovon ich rede. Durch dieses neue Bewusstseinsdenken ist mir klar geworden, dass ich meinem Körper mit dem Süßkram nicht helfe, sondern ganz extrem schade. Er muss jedesmal die nicht dienlichen Nahrungsmittel verarbeiten, kann aber nichts Nützliches für ihn darin finden und bringt letztendlich kein Holz in den Ofen, damit er Wärme bringen kann.

 

Jetzt kann man ja einfach aufhören sollte man meinen. Geht aber nicht. Diese Fress Attacken und das nicht Loslassen können kann nur jemand nachvollziehen, der den Weg schon vor einem gegangen ist. Ein Außenstehender versteht das nicht. Das Aufhören habe ich jahrelang versucht. Bin immer wieder daran gescheitert, habe noch mehr Sport gemacht, um es immer wieder auszugleichen, damit ich bloss nicht zunehme. Die Attacken wurden immer schlimmer. Sogar heimlich, damit es niemand mitbekommt.

 

10 Prozent von dem was wir sind und tun, machen wir aus dem BEWUSSTSEIN. Allerdings gibt es noch das liebe UNTERBEWUSSTSEIN mit seinem 90 Prozent. Das ist eine ganze Menge. Hier stecken viele Informationen drin, die wir seit unserer Kindheit in uns tragen. Sogenannte Glaubenssätze, die in uns integriert wurden. Sozusagen unbeabsichtigt auf unsere Festplatte gebrannt wurden. Von wem? Von unserem Umfeld. Unseren Eltern, Geschwistern, Oma und Opa usw. Auch Schutzfunktionen werden in bestimmten Situationen vom Unterbewusstsein ganz automatisch abgespeichert. Irgendein Glaubenssatz steckt noch in mir, warum ich bisher nicht damit aufhören konnte. Meine Vermutung ist, dass es bei mir eine Situation gab, in dem ich die Liebe und Zufriedenheit durch Schokolade ausgeglichen habe, die ich im Außen nicht erhalten habe. Das ist manchmal eine kleine Situation, die damals keine große Bedeutung hatte. Zum Beispiel wenn ich Schokolade esse, dann bin ich glücklich. Also einen sehr positiven Glaubenssatz damit verknüpft unbewusst auf meine Festplatte geschrieben habe. Mit einem Prozess könnte ich genau diesen Moment auffinden und umwandeln. Ich will allerdings nicht mit einem Prozess diesen Satz auffinden, sondern will rein aus meinem Bewusstsein meinen Unterbewusstsein überlisten, um für mich meine Willensstärke zu überprüfen. Der Prozessweg wäre einfacher und schneller ;-)

 

21 bis 40 Tage dauert es in der Regel, um eine Veränderung in eine Gewohnheit umzuwandeln. Eine Veränderung findet im Bewusstsein statt. Eine Gewohnheit wird es, wenn wir Dinge tun, über die wir gar nicht nachdenken. Wie zum Beispiel das Laufen, Autofahren, Radfahren, den Arm beim Essen heben usw. Diese Woche habe ich noch erfahren, dass sogar 66 Tage durchhalten die Neuprogrammierung absolut wasserdicht macht! Also ran an 66 Tage ohne Süßkram - ich will - ich kann - ich tue es!

 

Zur Verstärkung habe ich mir ein Band an mein rechtes Handgelenk getan. Sobald ich irgendetwas Süßes esse, wird das Band am anderen Handgelenk getragen und die 21 Tage beginnen wieder bei Tag 1. Zusätzlich poste ich jeden Tag an welchem Tag ich gerade bin, um mich selbst enorm unter Druck zu setzen.

Die nächste Hürde, die ich gestartet habe, ist, dass ich Süßigkeiten sichtbar im Wohnzimmer platziert habe, der früher keine 5 Minuten voll dort gestanden hätte. Dieser Teller ist bewusst FÜR FREUNDE - nicht für mich. Nein, nein, nein. Nach 3 Tagen steht er immer noch voll hier. Ich bin mega stolz auf mich!! Das erste Mal in meinem Leben, dass ich das schaffe. Sei zu jeder Zeit glücklich und dankbar!

 

Die ersten Tage waren schon eine krasse Herausforderung, da wir einen Workshop von Damian Richter hatten, bei dem überall Süßkram stand und meine Teamkollegen mich echt herausgefordert haben. Ich habe erstaunlich leicht standgehalten, weil ich mir so bewusst gemacht habe und es scheinbar in meinem Kopf - also meinem Bewusstsein angekommen ist, was ich damit meinem Körper seit über 40 Jahren antue. Ich war mir dessen noch nie sooo bewusst und mein Wille war noch nie so stark, es definitiv zu schaffen. Wenn ich DAS schaffe, dann schaffe ich alles, was ich schaffen will. Dann bin ich emotional so fit, dass mich nichts mehr aufhalten kann :)

 

Mein Körper zeigt mir bisher noch nicht, dass ich ihm etwas Gutes tue. Ich schätze er glaubt mir noch nicht, dass ich es richtig ernst meine. Er rächt sich gerade schön mit Pickeln, fettiger Haut, schnell fettenden Haaren, Verstopfung, Kopfschmerz und schönen Wasseransammlungen. Zum Einen sind dies Entzugserscheinungen und zum Anderen kommt der "Scheiss" den ich jahrelang reingestopft habe, aus allen Körperöffnungen gerade raus. Die Verstopfung bedeutet in meiner Wahrnehmung, dass ich noch nicht davon loslassen kann. Ich bin also noch lange nicht über´n Berg. Durchhalten heißt es also. Interessanter Weise weiß ich aber diesmal, dass ich es definitiv schaffen werde! Also gewöhn Dich dran lieber Körper :)

 

Wer kennt das noch? Wer ist regelrecht süchtig nach Süßkram? Wer will noch einsteigen? 

JEDE GROSSE REISE BEGINNT MIT EINEM KLEINEN SCHRITT.

Hab keine Angst davor, ganz Du selbst zu sein. Je authentischer Du bist, desto mehr wirst Du die richtigen Menschen in Dein Umfeld ziehen.


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